Was ist Export?

Der Export ist die einfachste Möglichkeit, einen Einstieg in ausländische Märkte zu schaffen, da dieser mit sehr geringen Investitionen und niedrigem Risiko verbunden ist. Die im Inland hergestellten Produkte werden dabei kaum oder gar nicht verändert, bevor sie im Ausland verkauft werden. Darüber hinaus bedarf es auch nur minimaler Veränderungen der Organisationsform des Unternehmens und der Unternehmensziele.

Der Export kann in zwei verschiedenen Formen auftreten:

  • Entweder wird der Vertrieb der Produkte über unabhängige internationale Zwischenhändler abgewickelt (indirekter Export),
  • oder das Unternehmen trägt die Verantwortung für den Verkauf an die ausländischen Abnehmer (Kunden oder Importeure) selbst (direkter Export) (vgl. Kotler 1989: Marketing-Management, Stuttgart, S. 700 f.).

Indirekter Export

ExportFür Einzelunternehmer, die ins Auslandsgeschäft einsteigen möchten, aber weder über einen Verkaufsstab noch über Kontakte im Zielland verfügen, bietet die indirekte Form des Exports einen geeigneten Einstieg. Die hierzu notwendigen Investitionen und das damit verbundene Risiko sind sehr gering, da der Verkauf der Produkte selbst von anderen Zwischengliedern vorgenommen wird und diese auch über die nötigen Kenntnisse der Besonderheiten des ausländischen Marktes verfügen müssen.

Die eigenen Anstrengungen bleiben daher eher gering, denn es sind kaum Veränderungen des Produkts und der Unternehmensstruktur erforderlich. Sämtliche damit verbundene Funktionen, Kosten und Risiken werden also vom Hersteller an ein Absatzorgan im Inland übertragen.

Der indirekte Export kann je nach der Art der internationalen Zwischenhändler vielfältige Formen annehmen. Ein Überblick findet sich bei Stahr (vgl. Stahr 1991: Internationales Marketing, Ludwigshafen, S. 56).

Die verschiedenen Arten von Zwischenhändlern lassen sich im Wesentlichen zu drei Gruppen zusammenfassen:

  1. selbständige Exporteure mit Sitz im Inland,
  2. Exportvertreter mit Sitz im Inland,
  3. kooperative Organisationen.

Direkter Export

Wenn Außenhandelsaktivitäten mit Angeboten bzw. Aufträgen ausländischer Interessenten beginnen oder die Anbieter stark genug sind, die Abwicklung des Exports selbst zu übernehmen, ist es günstig, die direkte Exportform zu wählen, denn dann besteht keine Notwendigkeit des Einsatzes von Zwischenhändlern.

Der Hersteller übernimmt alle Funktionen, Kosten und Risiken selbst, kann aber durchaus mit einer höheren Rentabilität im Vergleich zum indirekten Export rechnen.

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