Wie wird die Fremdkapitalrentabilität interpretiert?
Die Fremdkapitalzinsen stellen Zinsaufwendungen dar, die nicht in Prozent, sondern immer in Euro angegeben werden. Außerdem muss man beachten, dass es sich eigentlich um durchschnittliche Fremdkapitalkosten handelt, denn meistens haben Unternehmen nicht nur eine Verbindlichkeit, sondern mehrere, die oft unterschiedliche Zinssätze haben.
Die Fremdkapitalrendite stellt keine Zunahme des Vermögens für das Unternehmen dar, denn sie informiert darüber, wie viel Zinsen es durchschnittlich bezahlen muss.
Aus der Perspektive der Fremdkapitalgeber hingegen stellt die Fremdkapitalrendite den erwarteten Zinsertrag dar. Wichtig ist also, dass eine positive Fremdkapitalrendite nicht das Vermögen des Unternehmens, das das Geld aufnimmt, erhöht, sondern das des Fremdkapitalgebers.
Insofern versuchen Unternehmen i. d. R. die Fremdkapitalrendite möglichst gering zu halten, wohingegen die Fremdkapitalgeber die Rendite maximieren möchten.