Was sind Zahlungsmodalitäten?

Als Zahlungsmodalitäten bezeichnet man feste Vereinbarungen, die zwischen zwei Parteien geschlossen werden. Im Rahmen der Vereinbarung wird festgelegt in welcher Höhe, in welchem Umfang und in welcher Art die Zahlungen zu leisten sind. Die Zahlungsmöglichkeiten werden in der Regel im Vertrag, oder aber in den AGB der Vertragspartner vereinbart. Mögliche und bekannte Varianten sind zum Beispiel die Ratenzahlung, oder die Sofortzahlung. Im Rahmen der gesamten Vereinbarung können auch Absprachen über die Konsequenzen von verspäteten Zahlungen, oder ausgefallenen Zahlungen getroffen werden.


Zahlungsmodalitäten BedeutungIm europäischen Recht und gegenüber Konsumenten, aber auch gegenüber Business-Kunden wird den Modalitäten für die Zahlung eine herausragende Stellung eingeräumt. So ist es beispielsweise nicht ohne das Einverständnis beider Parteien möglich die vereinbarten Modalitäten im Nachhinein zu verändern. Auch ein Abschluss eines Vertrages, welcher aufgrund der Zahlungsmodalitäten nachteilig gegenüber dem Zahlungspflichtigen ist, wird zumindest gegenüber Verbrauchern im Verbraucherschutzrecht rigoros ausgeschlossen.

Aus diesem Grund legen Unternehmen großen Wert darauf, dass die Modalitäten für eine Zahlung so genau wie möglich im Vornherein festgelegt werden. Dies muss gemäß geltender rechtlicher Bestimmungen so transparent wie möglich und leicht verständlich geschehen.

Welche bekannten Zahlungsmodalitäten gibt es?

Es gibt unterschiedliche Variationen von Zahlungsmodalitäten, die als Standard häufig verwendet werden. Gerade im Volksmund sind sie bekannt, und teilweise werden sie auch durch rechtliche Vorgaben normiert. Auch werden häufig gewisse Optionen in der Vereinbarung getroffen, die eine hohe Bekanntheit haben und gerne genutzt werden.


1. Ratenzahlung

Die Ratenzahlung ist eine Vereinbarung, bei der auf die volle Erstattung des Preises in einer Zahlung verzichtet wird. Der Käufer wird zu einer Zahlung in Raten verpflichtet. Eine Ratenzahlung ist zu unterscheiden von einem Ratenkredit. Dieser wird weitaus häufiger verwendet und als Ratenzahlung bezeichnet.

2. Eigentumsvorbehalt

Zahlungsmodalitäten RechnungBei einem Eigentumsvorbehalt behält der Hersteller das Eigentum über die Ware, bis der Verkäufer diese verkauft hat. Für den Verkäufer hat das den Vorteil, dass er den Preis für das Produkt erst bei einem erfolgreichen Verkauf zahlen muss. Gibt es keinen erfolgreichen Verkauf, dann wird die Ware an den Hersteller zurückerstattet.

3. Rabatte

Rabatte können in vielfältiger Form in die Zahlungsmodalitäten mit einfließen. Bei Geschäften mit Verbrauchern handelt es sich meistens um saisonale Rabatte. Geschäfte zwischen Unternehmen werden oftmals so abgeschlossen, dass ab einer gewissen Liefermenge oder Regelmäßigkeit der Lieferung automatisch ein Rabatt eingeräumt wird.


4. Skonto

Das Skonto muss in den Zahlungsmodalitäten gesondert vereinbart werden und beschreibt eine Art von Bonus für eine überpünktlich geleistete Zahlung. Trifft die Zahlung vor dem vereinbarten Zeitpunkt ein, und ist sie vollständig und wurde ein Skonto bei den Zahlungsmodalitäten vereinbart, gewährt der Zahlungsempfänger ein Skonto auf die gesamte Zahlung. In der Regel sind das ein, bis zwei Prozent auf den gesamten Kaufpreis.

5. Zahlung bei Leistung

Im Rahmen der Zahlungsmodalitäten kann vereinbart werden, dass eine Zahlung nur bei Leistung zu erbringen ist. Gerade bei Wartungsverträgen, oder Serviceverträgen ist diese Vereinbarung besonders effektiv.

Folgen von unrechtmäßigen Zahlungsmodalitäten

Sollten im Rahmen der Vereinbarung unrechtmäßige Zahlungsmodalitäten von beiden Parteien abgeschlossen worden sein, kann das gesamte Rechtsgeschäft nichtig werden. Zudem muss man damit rechnen, dass es für mindestens eine der beiden Parteien ernsthafte rechtliche Konsequenzen geben kann.

Zahlungsmodalitäten FormulierungGerade bei Geschäften zwischen Unternehmern und Verbrauchern ist der Schutz für Verbraucher mittlerweile gut ausgestaltet und schränkt die Spielräume für Unternehmen deutlich ein. Aber auch der Handel zwischen Unternehmen wird durch rechtliche Vorgaben normiert. Dadurch soll zum einen natürlich ein potentieller Betrug, aber auch die Bildung von Kartellen und die Benachteiligung von Mitbewerbern ausgeschlossen werden.

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