Was ist ein normales Gut?

Als normales Gut bezeichnet man ein Gut, welches mit steigendem Einkommen (der privaten Haushalte) vermehrt nachgefragt wird. Die Einkommenselastizität der Nachfrage ist also für normale Güter positiv. Ein weiterer Indikator für das Vorhandensein eines normalen Gutes ist, dass die Einkommens-Konsum-Kurve eine positive Steigung hat.


Im Gegensatz zu normalen Gütern stehen die inferioren Güter. Bei diesen sinkt die Nachfrage trotz steigendem Einkommen.

Einige Beispiele für normale Güter nach dieser Definition sind Autos, Häuser, Schokolade, Smartphones, Fernseher, Kameras, Computer, etc.

Beispiele zu normalen Gütern

Beispiel 1:

Hier noch ein ausführliches Beispiel, um euer Verständnis zu festigen:


Normales Superiores GutLetztes Jahr hat Herr Müller seinen beiden Töchtern zum Geburtstag jeweils ein iPhone geschenkt. Er selbst ist der Meinung, dass sein altes Handy mit Tasten vollkommen ausreichend ist. Nun wird Herr Müller befördert und verdient plötzlich monatlich 800€ mehr. Da er nun ziemlich viel Geld am Monatsende übrig hat, entscheidet Herr Müller sich kurzer Hand dazu noch ein iPhone für sich selbst zu kaufen.

Aufgrund des steigenden Einkommens durch seine Beförderung, hat sich Herrn Müllers Nachfrage nach Smartphones erhöht. Das iPhone ist in diesem Fall also ein normales Gut.


Beispiel 2:

Normales GutFrau Lindner ist ein großer Fan von einer bestimmten Sorte an Schokolade. Da diese Schokolade aber sehr teuer ist, kauft sie sich lediglich zwei Tafeln pro Monat. Aufgrund ihrer hervorragenden Leistungen im letzten Quartal, entscheidet sich ihr Chef dazu ihr eine Gehaltserhöhung zu gewähren. Da sie nun mehr Geld übrig hat, entscheidet sich Frau Lindner dazu nun jeden Monat vier Tafeln Schokolade zu konsumieren.

Bei der Schokolade handelt es sich hier also auch um ein normales Gut. Wegen des erhöhten Einkommens hat sich Frau Müllers Nachfrage nach der Schokolade verdoppelt.

Beispiel 3: 

Herr Stehr ist ein großer Fan des sehr teuren iberischen Schinkens. Obwohl der Schinken ihn monatlich viel Geld kostet, kann Herr Stehr nicht widerstehen und kauft sich jeden Monat 800 Gramm iberischen Schinken. Aufgrund einer Umorientierung wechselt Herr Stehr nun den Arbeitgeber. Bei seinem neuen Job fühlt er sich deutlich besser aufgehoben, verdient aber weniger als zuvor. Da ihm nun weniger Einkommen zur Verfügung steht, schraubt Herr Steht seinen Konsum des Schinkens von 800 Gramm auf 400 Gramm monatlich herunter.

Bei dem iberischen Schinken handelt es sich um ein normales Gut. In diesem Beispiel ist das Einkommen des Konsumenten gesunken — infolgedessen konsumiert er weniger von dem Gut. Andersherum wird Herr Stehr bei einer Gehaltserhöhung voraussichtlich mehr Schinken konsumieren, da es sich um ein normales Gut handelt.

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