Allgemein

Die Einkommens-Konsum-Kurve stellt die mit jedem Einkommensniveau verbundenen Kombinationen zweier Güter dar, die den Nutzen einer Person maximieren. Statt dem Preis eines Gutes wie bei der Preis-Konsum-Kurve, wird hier das Einkommen der privaten Haushalte variiert.

Für zwei normale Güter steigt die Einkommens-Konsum-Kurve, da ein erhöhtes Einkommen zu einer steigenden Nachfrage nach den beiden Gütern führt.


Wenn es sich bei einem der Güter um ein inferiores Gut handelt, fällt die Einkommens-Konsum-Kurve auf eine der Achsen (je nachdem ob die Nachfrage nach dem inferioren Gut auf der x-Achse oder y-Achse aufgetragen ist).

Aus diesem Zusammenhang ergibt sich die Notwendigkeit von Engelkurven. Diese setzen die konsumierte Menge eines Gutes mit dem Einkommen in Relation. Anhand von Engelkurven kann man einwandfrei erkennen ob es sich um ein inferiores oder normales Gut handelt.

Für zwei perfekte Substitutionsgüter (z.B Reiszwecken aus unterschiedlichem Material) ist die Einkommens-Konsum-Kurve eine Gerade, die exakt wie die x-Achse oder y-Achse verläuft. Auf welcher Achse die Einkommens-Konsum-Kurve abgetragen wird, hängt davon ab welches der beiden Güter günstiger ist. Wenn Gut X (auf x-Achse) günstiger ist, so wird das ganze zusätzliche Einkommen für den Kauf von Gut X genutzt — die Einkommens-Konsum-Kurve liegt also genau auf der x-Achse. Wäre das Gut Y (auf y-Achse) günstiger, läge die Einkommens-Konsum-Kurve genau auf der y-Achse, weil das zusätzliche Einkommen ausschließlich in den Kauf von Gut Y gesteckt werden würde.

Für zwei perfekte Komplementärgüter (z.B linker und rechter Schuh) ist die Einkommens-Konsum-Kurve eine Ursprungsgerade mit einem 45° Winkel. Der Grund dafür ist, dass das Einkommen von den Konsumenten genau gleichmäßig zwischen den beiden Gütern aufgeteilt wird, um den optimalen Nutzen zu erzielen.

Zeichnung der Einkommens-Konsum-Kurve

Aus der oben erwähnten Definition wird klar, dass die Einkommens-Konsum-Kurve die Schnittpunkte der verschiedenen Indifferenzkurven und Budgetgeraden je nach Einkommensniveau verbindet.

Einkommens-Konsum-Kurve berechnen


Anhand der Zeichnung kann man erkennen, dass eine Steigerung des Einkommens zu einer Verschiebung der Budgetgerade nach rechts führt. Für jedes unterschiedliche Einkommensniveau haben die Konsumenten einen neuen optimalen Warenkorb. Die Einkommens-Konsum-Kurve verbindet nun die Punkte der optimalen Warenkörbe beim jeweiligen Einkommensniveau.

Beispiele

Beispiel 1:

Es ist die folgende Einkommens-Konsum-Kurve gegeben. Was lässt sich daraus erkennen? Wie stehen die Güter X und Y zueinander?

Einkommens-Konsum-Kurve Beispiel

Wir sehen, dass die Einkommens-Konsum-Kurve sich zur x-Achse neigt. Mit zunehmendem Einkommen zieht die betrachtete Person also mehr Nutzen aus dem Gut X als aus dem Gut Y. Die Person möchte also einen größer werdenden Teil ihres Einkommens für Gut X ausgeben anstatt für Gut Y. Die Nachfrage nach Gut Y sinkt mit steigendem Einkommen. Hieraus können wir schließen, dass es sich bei Gut Y um ein inferiores Gut handelt. Die betrachteten Güter könnten zum Beispiel Rinderfilet (Gut X) und billiges Fleisch (Gut Y) sein.

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