Allgemein

Die Preis-Konsum-Kurve stellt die mit jedem Preisniveau (eines der betrachteten Güter) verbundenen Kombinationen zweier Güter dar, die den Nutzen einer Person maximieren. Statt dem Einkommen wie bei der Einkommens-Konsum-Kurve, wird hier der Preis eines Gutes variiert.




Für Komplementärgüter ist die Preis-Konsum-Kurve rechtsgekrümmt bzw. positiv geneigt.

Für Substitutionsgüter ist die Preis-Konsum-Kurve linksgegrümmt bzw. negativ geneigt.

Wer mit den Begriffen rechts- und linksgekrümmt nichts anfangen kann, sollte sich die Zeichnung der Preis-Konsum-Kurve und die Beispiele weiter unten anschauen — dort sollte klar werden was gemeint ist.

Zeichnung der Preis-Konsum-Kurve 

Aus den vorangegangen Überlegungen wird deutlich, dass die Preis-Konsum-Kurve die Schnittpunkte von verschiedenen Budgetgeraden und Indifferenzkurven je nach Preis von Gut X oder Gut Y verbindet.

Preis-Konsum-Kurve Definition

In der Zeichnung wird nun bei einem konstanten Preis von Gut Y der Preis für das Gut X immer weiter gesenkt. Infolgedessen dreht die Budgetgerade sich nach außen. Wenn man nun an jede so entstehende Budgetgerade die Indifferenzkurve des Haushalts zeichnet und die Schnittpunkte anschließend verbindet, erhält man die Preis-Konsum-Kurve.

Analog hätte man auch den Preis von Gut X konstant lassen und den Preis von Gut Y immer weiter senken können. So hätte man die Preis-Konsum-Kurve für Gut Y ermittelt.



In dieser Zeichnung ist die Preis-Konsum-Kurve linksgekrümmt. Dementsprechend handelt es sich bei den Gütern X und Y hier um Substitutionsgüter. Für folgende Erklärung gehen wir davon aus, dass es sich bei Gut X um Bier und bei Gut Y um Sekt handelt.

Anfangs (erste Budgetgerade) kann der Konsument sich entweder 3 Flaschen Bier, 3 Flaschen Sekt oder etwas dazwischen (z.B 2 Flaschen Bier & 1 Flasche Sekt) leisten. Nun wird Bier (Gut auf der x-Achse) günstiger und die Budgetgerade dreht sich nach außen. Jetzt (zweite Budgetgerade) kann der Konsument sich 3 Flaschen Sekt, 5 Flaschen Bier oder etwas dazwischen leisten. Da Bier nun günstiger ist, wird der Konsument mehr Bier als Sekt kaufen — logisch oder? Statt 1,5 Sekt und 1,5 Bier (1. Schnittpunkt) liegt der nutzenmaximierende Punkt des Konsumenten nun bei 1 Sekt und 3,5 Bier (2. Schnittpunkt). Sinkt der Preis für Bier nun noch weiter (dritte Budgetgerade) kann der Konsument sich 3 Flaschen Sekt, 7 Flaschen Bier oder etwas dazwischen leisten. Sein optimaler Warenkorb liegt bei 1 Sekt und ca. 5 Bier (3. Schnittpunkt).

Da das Bier noch günstiger wird, kauft der Konsument noch mehr Bier — allerdings in einem geringeren Ausmaß als bei der ersten Preissenkung. Dies liegt daran, dass Konsumenten generell einen ausgeglichenen Warenkorb bevorzugen. Der Grenznutzen für Bier nimmt für den Konsumenten ab. In diesem Fall möchte er egal wie günstig das Bier wird trotzdem noch mindestens eine Flasche Sekt haben.

Wenn du das Prinzip der Preis-Konsum-Kurve jetzt noch nicht verstanden hast, solltest du dir unbedingt noch unsere Beispiele anschauen.

Beispiele

Beispiel 1:

Uns ist die folgende Preis-Konsum-Kurve gegeben. Was lässt sich aus dem Verlauf der Kurve erkennen? Um was für Güter könnte es sich bei X und Y handeln?

Preis-Konsum-Kurve Beispiel




Bei der vorliegenden Preis-Konsum-Kurve handelt es sich anscheinend um eine Ursprungsgerade mit 45° Winkel. Obwohl der Preis von Gut X sinkt, hat dies keinerlei Einfluss auf das Verhalten des Konsumenten. Er kauft also weiterhin genau gleich viel von Gut X und von Gut Y. Aus dieser Überlegung können wir folgern, dass es sich bei den Gütern um perfekte Komplementärgüter handelt. Es könnte sich beispielsweise um den rechten Schuh (Gut Y) und den linken Schuh (Gut X) handeln.

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