Für wen eignet sich Crowdfunding?
Crowdfunding ist insbesondere für Start-up-Gründer interessant. Diese haben anfangs noch ein geringes bis gar kein Startkapital, aber vor allem schlechte Chancen, ein Darlehen bei einer Bank zu erhalten. Das ist vor allem dann der Fall, wenn es sich um ein innovatives, aber risikoreiches Projekt handelt, das realisiert werden soll.
Die Lösung könnte in solchen Fällen das Crowdfunding sein. Beim Crowdfunding ist es auch möglich, mit der Crowd zu vereinbaren, dass sie ihre Zahlungen zurückerhält, wenn der definierte Mindestbetrag nicht erreicht wird. Das werden Banken jedenfalls nicht zu denselben Konditionen, nämlich zinsfrei, anbieten.
Crowdfunding bietet auch den Vorteil, dass der Projektinitiator seine potenziellen Geldgeber auf einer ideellen Ebene überzeugen kann. Ein Bankmitarbeiter wird in den allermeisten Fällen wohl nur für kommerzielle Argumente offen sein, während die Geldgeber auf den Plattformen sich auch von emotionalen Argumenten überzeugen lassen.
Vorteilhaft gegenüber einem klassischen Bankkredit ist bei Crowdinvesting auch, dass die Gegenleistung für den Unterstützer vom Erfolg des Projekts abhängig ist, während eine Kreditrate erfolgsunabhängig zu zahlen ist. Wenn die Gegenleistung beim Crowdinvesting beispielsweise darin besteht, dass der Investor eine Rendite erhält, dann ist die Höhe des Auszahlungsbetrages abhängig von, wie viel Gewinn das Projekt erwirtschaftet hat.
Die Schwarmfinanzierung über eine Internet-Plattform ist aber auch mit viel Eigeninitiative verbunden. Zwar kann man sein Projekt auf der Plattform bewerben, aber um wirklich Erfolg zu haben, ist oft eine richtige Crowdfunding-Kampagne erforderlich. Diese erfolgt häufig über soziale Netzwerke.
Als Initiator eines risikoreichen Projekts, für das eine Bank keinen Kredit vergeben will, kann sich Crowdfunding also lohnen. Sehr positiv ist es, wenn der Initiator des Projekts auch eine Affinität zu sozialen Medien hat.
Wichtig ist, dass das Projekt so genau wie möglich beschrieben ist, damit potenzielle Geldgeber auch investieren wollen. Sinnvoll ist außerdem, sich eine Zielgruppe zu überlegen, die an dem Projekt Interesse hat, um die Kampagne genau auf diese Klientel zuschneiden zu können. Vielfach werden Crowdfunding-Kampagnen auch dafür eingesetzt, eine Weltreise zu finanzieren und zu dokumentieren. Das ist eine Möglichkeit, die es vor Crowdfunding kaum gegeben hat.