Was ist eine Kooperationsstrategie?
Eine Kooperationsstrategie ist immer dann angebracht, wenn eine Strategie des Alleingangs auf allen Geschäftsfeldern des Unternehmens nicht durchzuhalten ist. Das trifft insbesondere für internationale Märkte mit hoher Wettbewerbsintensität und tendenzieller Unternehmens- und Marktkonzentration zu.
Wer auf solchen Märkten agiert, sollte sich aber nicht erst dann die Frage nach Kooperationsformen stellen, wenn der Alleingang nicht mehr funktioniert und die eigene Wettbewerbsstärke nachlässt. Denn dann ist es schwer, einen kompetenten Partner zur Zusammenarbeit zu finden.
Kooperationsoffene Unternehmen suchen aktiv nach sogenannten strategischen Kooperationsfenstern, um die sich bietenden Chancen rechtzeitig ergreifen zu können. Die konkrete Zusammenarbeit kann vielfältige Formen annehmen. Die wichtigsten Formen sind:
- Joint Ventures in allen Formen, besonders in den Bereichen Absatz, Produktion, Service, Forschung und Entwicklung,
- Projektkooperationen,
- Inlandskooperationen (z. B. Messekooperationen) und
- Lizenzkooperationen (vgl. Segler 1986, S. 254 f.).

Kooperationsprojekte erfordern generell ein großes Maß an Erfahrungen. Aus diesem Grund sollten Kooperationsstrategien schrittweise in das strategische Konzept eines Unternehmens eingebaut werden. Sie bilden zwar einen unverzichtbaren Bestandteil im Weltmarkt-Konzept, dürfen aber nicht zum Hauptstandbein des Unternehmens werden, sondern nur als Stütze für die Wettbewerbsfähigkeit dienen (vgl. Segler 1986, S. 259 ff.).