Materielle GüterWas sind materielle Güter?

Materielle Güter gehören zusammen mit den immateriellen Gütern in die Kategorie der wirtschaftlichen Güter, welche man auch als Vermögensgegenstände bezeichnet. Alle Vermögensgegenstände müssen in der Bilanz eines Unternehmens aufgeführt werden.

Materielle Güter sind all die Waren, die physisch erreichbar sind. Einfach gesagt bedeutet dies, dass man alle materiellen Güter berühren kann. Oft werden sie als Sachgüter bezeichnet.




Welche Arten von materiellen Gütern gibt es?

Materielle Güter lassen sich in vier verschiedene Kategorien unterteilen:

Konsumgüter:

Diese Güter werden ausschließlich für den privaten Gebrauch verwendet. Sie dienen für die Bedürfnisbefriedigung des Endverbrauchers.

Die meisten Güter, welche man in einem beliebigen Supermarkt bekommt, sind Konsumgüter. Als Beispiel lassen sich hier Nahrungsmittel, Körperpflegeprodukte oder Klamotten nennen. Aber auch Dinge welche langlebiger sind, wie Fernseher, Playstation oder ein Haus, sind Konsumgüter.

Produktionsgüter:

Diese Güter werden für die Herstellung von Konsumgütern benötigt. Dabei ist es egal, ob das Gut nach der Produktion „verbraucht“ ist oder nicht.

Es gibt also zwei verschiedene Arten von Produktionsgütern. Einmal die Güter, welche nach der Herstellung eines Produktes verbraucht sind, wie Kunststoffe oder Öl, oder Güter, welche langlebiger sind, wie Computer, Maschinen und Gebäude.

 


Wichtig: Es gibt viele Güter, die sowohl Konsumgüter, als auch Produktionsgüter sein können. Wird eine Kartoffel im Privatgebrauch für die Zubereitung vom Mittagessen verwendet, ist sie ein Konsumgut. Wenn die Kartoffel jedoch im Restaurant für die Zubereitung eines Gerichts verwendet wird, ist sie ein Produktionsgut.


Komplementäre Güter:

Unter komplementären Gütern bzw. Komplementärgütern versteht man Güter, welche voneinander abhängig sind, sich also gegenseitig ergänzen.

Als Beispiel lassen sich Strom und Kühlschrank oder Auto und Benzin nennen.

Substituierbare Güter:

Wenn Güter durch andere Güter ersetzbar sind, nennt man diese Substitutionsgüter. In den meisten Fällen sind dies Güter, welche bei der Produktion benötigt werden.

Beispielsweise ist Zucker substituierbar, da man es durch Süßstoff ersetzen könnte. Gleiches gilt für Butter und Margarine.




2 Kommentare

  1. Strom wird als materielles Gut bezeichnet. Die Definition, dass man ihn anfassen kann, ist aber nicht gegeben. Wie kann ich anders begründen, dass er ein materielles Gut ist? Evtl. damit, dass er pysikalisch messbar ist oder sichtbar gemacht werden kann?

    • Lieber Biermann,

      Schauen wir uns doch zuerst die anderen Kategorien an, in welche man Güter gliedern könnte: Freie und immaterielle Güter.
      Ein freies Gut kann Strom nicht sein, da es niemals kostenfrei ist.
      Auch immateriell ist es nicht, da es weder eine Dienstleistung, noch ein bestimmtes Recht ist.
      Somit hast du in deiner Annahme recht, dass Strom ein materielles Gut ist. Auch wenn man darüber diskutieren kann, ob sich dieser anfassen lässt, (Bsp. Stromschlag) gibt es weitere materielle Güter, welche sich nicht in klassischer Art und Weise anfassen lassen (Bsp. verschiedene Gasarten). Hierfür gibt es wohl auch keine direkte Definition.
      Deine Argumentation mit der Messbarkeit des Stromes finde ich sinnig – ist jedoch nicht offiziell.
      In jedem Fall liegst du aber richtig damit, dass Strom ein materielles Gut ist – Ob du es mit dem Ausschlussverfahren oder der Messbarkeit argumentierst, ist beides zielführend.

      Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig weiterhelfen.

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